Flohbefall bei Hund und Katze

Die meisten Hunde und Katzen machen im Laufe ihres Lebens Bekanntschaft mit Flöhen.
Gerade im Sommer, wenn sie durch das hohe Gras pirschen oder auf Mäusejagd sind, fangen sie sich sehr leicht Flöhe ein. Flöhe sind ca. 2-3 mm groß und zeichnen sich durch ihre enorme Vermehrungsfähigkeit aus.
Durch den Stich des Flohs wird die Haut des Tieres verletzt. Zusätzlich sondert der Floh zusammen mit dem Speichel Substanzen ab, die die Blutgerinnung verhindern. Diese verursachen in der Haut des Wirtstieres insbesondere lokale Stichreaktionen (Erytheme, Papeln) und Juckreiz sowie selbsttraumatische Schädigungen der Haut (Kratz-, Scheuer- und Bisswunden, evtl. bakterielle Sekundärinfektionen). Ein Massenbefall kann zu Ekzemen, Abmagerung, Alopezie und Anämie führen sowie eine Floh-Allergie-Dermatitis verursachen.
Darüber hinaus können Flöhe auch Überträger von Bandwürmern sein, wenn das Tier einen mit Bandwürmern infizierten Floh erwischt und abschluckt.
Da Flohstiche Juckreiz verursachen, kratzen und beißen sich die Tiere und sind unruhig, oder zeigen gar Hautveränderungen im Bereich der Kruppe, des Schwanzansatzes oder der unbehaarten Bauchseite.
Beim auskämmen oder scheiteln des Fells mit einem feinen Kamm (Flohkamm) oder auch im Lager des Hundes findet man Flöhe und kleine braunrote bis schwarze Partikel. Wenn man diese krümelartigen Partikel auf ein feuchtes weißes Tuch legt und sich rötlich-braune Höfe bilden, handelt es sich um Flohkot, der zum größten Teil aus halbverdautem Blut besteht.
Um einen Flohbefall nachhaltig in den Griff zu bekommen, müssen sowohl das Tier als auch die Umgebung (v.a. Schlafplätze, Kissen, Sofas) behandelt werden. Denn nur 5 % der gesamten Flohpopulation leben auf dem Tier selbst. Die restlichen 95 % befinden sich in der Umgebung des Tieres.
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